Der Heringszaun in Kappeln an der Schlei

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Der Heringszaun in Kappeln an der Schlei

Foto: Der Heringszaun in Kappeln an der Schlei


Jedes Jahr wieder bekommt der Heringszaun in Kappeln an der Schlei eine besondere Bedeutung. Und zwar dann, wenn der Hering zum Laichen in die Schlei kommt. Dies passiert immer im Frühjahr, also etwa im April eines jeden Jahres. Das Funktionsprinzip des Heringszauns ist ganz einfach. Die Heringe schwimmen in diesen trichterartigen Zaun hinein. Sie gelangen am Ende in eine Art Fangnetz, aus dem sie nicht mehr von alleine herauskommen. Und schon sind die Heringe im Heringszaun gefangen.

Früher standen in der gesamten Schlei mehrere Dutzend Heringszäunen von Schleimünde bis Schleswig. Heute ist davon -wie bereits erwähnt- nur noch der Heringszaun in Kappeln übrig geblieben. Das hängt vor allem damit zusammen, dass der Fischfang auf diese Art und Weise unrentabel geworden ist. Außerdem bedarf es bei einem Heringszaun einer aufwendigen Pflege, wie es in Kappeln jahrelang durch Herrn Zander praktiziert wurde.

So ein Unikat eines Heringszauns hat aber auch sein Gutes. Seit 1979 gibt es das Volksfest der Kappelner Heringstage, das jedes Jahr zu Christi Himmelfahrt stattfindet. Zu Beginn der Heringstage gibt es immer die Heringswette, bei der der Fang aus dem Heringszaun geschätzt wird (in Pfund). Anschließend wird der Heringstage-König und seit 1997 auch die Heringstage-Königin gekürt. Das sind dann die Schätzer, die mit ihren Tipps am nächsten am Gewicht des Heringsfangs lagen. Die Kappelner Heringstage haben sich im Laufe der vielen Jahre von einer kleinen Veranstaltung zu einem wahren Stadt- und Volksfest entwickelt.

Den Heringszaun kann man am Besten von der Schleibrücke aus sehen. Von dort ist auch das Bild entstanden. Auch hat meinen einen guten Blick vom Ellenberger Ufer direkt am Brückenbeginn. Aber auch vom Kappelner Hafen kann man den Heringszaun gut erkennen.

Im Hintergrund kann man die Biegung der Schlei erkennen. Nach der "Rechtskurve" geht es fast geradeaus bis nach Schleimünde hinauf. Diese Stelle nennt man Rabelsund bzw. Ellenberger Wald. Man kann auch die grünen Tonen erkennen, die neben den roten Tonnen die Fahrrinne kennzeichnen.


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